Geo Delikatessen in Tottori

Als „Geo Delikatessen“ werden Nahrungsmittel bezeichnet, die auf den weiten Flächen des Parks mit ihren besonderen geologischen Beschaffenheiten wuchsen, bzw. die Gerichte, welche aus diesen Nahrungsmitteln hergestellt wurden. Im San'in Kaigan Geopark warten zahlreiche Leckerbissen auf Sie, welche die besonderen Segnungen des Klimas der San'in Region genießen konnten.

Tintenfisch

Der weiße Tintenfisch, dessen Saison im Sommer ist, wird aufgrund seiner schmelzend zarten Textur und seines kräftigen Geschmacks auch als „Otoro unter den Tintenfischen“ (Otoro = fetter Thunfischbauch und teuerster Teil des Thunfischs) bezeichnet. Das auf dem Horizont schimmernde Licht der Tintenfischfangboote ist eine typische Szenerie für Tottori im Sommer. Dank der zerklüfteten Küstenlinie (Felsenküste) mit ihren herausstehenden Felsen und den Flüssen, die reichhaltig Nährstoffe aus dem Bergland der Chugoku Region mit sich führen, versammeln sich viele der schmackhaften weißen Tintenfische hier. Egal ob als Sashimi, gekocht, gegrillt oder über Nacht getrocknet - in Tottori ein nahezu essenzieller Sommergenuss! Außerdem erfreuen sich die neuerdings in vielerlei Geschäften kreierten Gerichte aus frischem Tintenfisch auf Reis großer Beliebtheit.

20. Jahrhundert-Nashi

Mit der größten Produktionsmenge Japans ist die 20. Jdht. Nashi ein repräsentatives Nahrungsmittel für die Präfektur Tottori. Angebaut werden sie an den Hängen von Hügelgebieten und Bergen, die neben viel Sonnenlicht und auch einen vergleichsweise guten Wasserabfluss bieten. Dank des hohen Gehalts an Fruchtsaft sind sie sehr saftig und reizen außerdem durch ihre erfrischende, zurückhaltende Süße. Während der Hauptsaison im August und September füllen sich die Nashigärten, in denen man Nashi selbst frisch pflücken kann. Da sich die 20. Jhdt. Nashi im Verlauf ihres Reifungsprozesses vom Hellgrünen ins Gelbliche verfärben, sind die noch hellgrünen Nashi den Personen zu empfehlen, die knackig-frische Früchte bevorzugen, während wir die gelben Nashi den Personen ans Herz legen wollen, die einen leicht süßlichen Geschmack vorziehen.

Sanddünen Schalotten

Da die Sandkörner der Sanddünen eine in etwa gleiche Größe aufweisen und der Sand dadurch vergleichsweise weich ist, wachsen Schalotten hier groß und in einer schönen Form heran. Da hier zudem der Wasserabfluss gut ist, tritt als weitere Besonderheit Wurzelfäule nur sehr selten auf. Die „Sanddünen Schalotten“, die im Sand der Tottori Dünen angebaut werden, weisen eine schöne helle Färbung und eine knackige Fruchtfleischsubstanz auf. Da der Verzehr von vier Zehen am Tag den Blutfluss verbessert, erhält auch die gesundheitliche Wirkung große Aufmerksamkeit. Daneben kommen von November bis Januar „Échalote“ genannte Schalotten auf den Markt. Diese wurden tief eingepflanzt und früh geerntet und werden in Mayonaise oder Miso getaucht roh verzehrt.

Schneekrabben (Matsuba-Krabben) und rote Schneekrabben

Da das Herz des Japanischen Meeres sehr tief, die Meerengen an den angrenzenden Meeren jedoch flach sind, beschränkt sich der Austausch des Meerwassers auf die obersten Schichten, was dazu führt, dass ein quasi isolierter Abschnitt des Japanischen Meeres existiert. Dank des kalten, sauerstoffreichen Wassers und den komplexen Formen des Meeresbodens, die sich durch Risse in der Bodenfläche bildeten, können hier Krabben in großen Mengen gefangen werden. Während in einer Wassertiefe von 200m bis 400m Schneekrabben (Matsuba-Krabben) gefangen werden können, sind es in einer Wassertiefe von 500m bis 2500m die roten Schneekrabben. Matsuba-Krabben, die sich gerade erst gehäutet haben, sind ein Geheimtipp der einheimischen Bevölkerung. Egal ob gekocht, als Sukiyaki, gegrillt oder als Sashimi, die Schneekrabben können ganz nach Ihren Vorlieben genossen werden!

Natsuki-Austern

An der San'in Küste gibt es viele Felsgebiete, der bevorzugte Lebensraum von Austern, und viele Flüsse transportieren das nährstoffreiche Wasser aus dem Chugoku Gebirge in großen Mengen. Außerdem hat die Strömung der Gezeiten hier eine hohe Geschwindigkeit, was zu einer großen Menge an gelöstem Sauerstoff im Meerwasser führt. Austern aus Tottori enthalten all diese Nährstoffe, besonders im Sommer vor der Eiablage sind die Austern äußerst nährstoffreich. In Tottori wurde für die "Natsuki" bezeichneten Tiere mit einer Schalenlänge von 13cm und länger eigens eine Marke etabliert.

Tottori Wagyu Rindfleisch

In der Chugoku Region mit ihren unebenen Berggebieten wurden seit jeher in jedem Haushalt Rinder zum Reisanbau gehalten. Die in diesen Berggebieten aufgewachsenen Rinder haben kräftige Beine und Hüften und sind, durch das Zusammenleben mit dem Menschen, äußerst zahm. Sie sind die Urahnen des japanischen Wagyu Rindes. Tottori Wagyu wurde mit dem ersten Preis für Mastrinder der ersten Generation prämiert und bildet den Ursprung aller Wagyu Marken Japans. Außerdem ist die Linie der Tottori Wagyu Rinder bekannt für ihren hohen Gehalt an Ölsäure. Es wird angenommen, dass die Zartheit von Rindfleisch direkt mit dem Ölsäuregehalt in Zusammenhang steht, und Tottori Wagyu mit einem Ölsäuregehalt von über 55% ist unter der Marke „Tottori Wagyu Olein 55“ bekannt.

Tottori „Piyo“-Geflügelfleisch

Tottori „Piyo“-Geflügelfleisch (Shikano Geflügel) stammt von Hühnern, die umgeben von den Bergen Shikanos mit ihrer reinen Umwelt wie der klaren Luft, Wasser und Boden gesund und ohne Stress aufwachsen. Um Hühnchenfleisch mit der bestmöglichen Fleischqualität zu entwickeln, wurden über lange Zeit im Forschungsinstitut für kleine und mittelgroße Nutztiere der Präfektur Tottori Zuchtversuche mit Kampfhähnen unternommen. Das daraus entstandene Tottori „Piyo“-Geflügelfleisch (eingetragenes Markenzeichen) darf diesen Namen nur tragen, wenn strengste Kriterien bezüglich der Zuchtrasse und Aufzuchtmethoden eingehalten werden. Das Geflügel der Luxusmarke „Shikano Geflügel“ zeichnet sich gerade durch die 90-tägige Freiland Aufzucht in der reichen Natur Shikanos aus. Mit dem genau richtigen Fettanteil im Fleisch schmeckt es einfach köstlich, egal ob als Zutat von Yakitori, Eintopf, Sukiyaki, Frittiertem oder jedem anderen Gericht.

Pfirsiche

In den bergigen Teilen des Gebiets Kobe (Stadt Tottori) wird an den flachen Hängen, welche über viel Sonnenlicht und einen guten Wasserablauf verfügen, Pfirsichanbau betrieben. Um den bestmöglichen Geschmack zu erreichen, werden dabei nur organische Düngemittel verwendet. Für diese wunderbar süßlichen Pfirsiche, ein Geheimtipp der einheimischen Bevölkerung, wurde die Marke „Sunami no Momo“ etabliert. Jedes Jahr Ende Juli findet unter Mitwirkung der ganzen Gegend das „Kando Pfirsich Fest“ statt, dass von vielen Gästen besucht wird.

Nikko Ingwer

Ketaka-cho in der Stadt Tottori ist das größte Ingweranbaugebiet der Präfektur Tottoris. Die über 400 Jahre lange Geschichte des Ingweranbaus begann als Kamei Korenori, Burgherr des Schlosses Shikano, von Handelsschiffen des Shogunats Ingwer aus Südostasien einführen ließ und im Gebiet der heutigen Siedlung Nikko (Gebiet Mizuho, Ketaka-cho, Stadt Tottori) den Anbau fördern ließ. Nikko Ingwer zeichnet sich durch sein scharfes und starkes Aroma aus und ist wegen der geringen Anbaumenge als seltene Ingwersorte bekannt. Der geerntete Ingwer wird über ein halbes Jahr in "Ingwerhöhlen" genannten Speicherhöhlen gelagert, welche horizontal in die vulkanaschehaltige Erdschicht (Kalktuff) des Bodens getrieben sind. Durch die Reifung in der trockenen Erde wird dem Ingwer ein noch besserer Geschmack und eine höhere medizinische Wirkungskraft entlockt.

Neben den vorgestellten gibt es noch zahlreiche weitere Geo Delikatessen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Tottori, bei dem Sie diese selbst entdecken und genießen können.