Der San’in Kaigan Geopark

Ein "Geopark" ist eine geschützte Region, die über ein geologisches Kulturerbe von besonderer wissenschaftlicher Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit verfügt. Im Zusammenhang mit dem steigenden Bewusstsein für Geowissenschaften und den Schutz des geologischen Erbes wurden geologische Naturdenkmäler verstärkt als geotouristische Angebote entwickelt, um die regionale Gemeinschaft zu beleben. Mit starker Unterstützung der UNESCO wird der Geo-Tourismus vor allem in Europa und China aktiv gefördert. Beim San'in Kaigan-Geopark arbeiten private Organisationen und die amtlichen Stellen der Präfekturen Kyoto, Hyogo und Tottori Hand in Hand, um eine reichhaltige Palette von Geopark-Aktivitäten anbieten zu können.

North Pennines AONB Geopark (UK)

North Pennines AONB Geopark

Dieser Park liegt im nördlichen Teil der North Pennines in England; die Hügellandschaft besteht aus paläozoischen Formationen, die sich vor ungefähr 400 Millionen Jahren gebildet haben.

Foto: Nickolas Zouros

Versteinerter Wald im Lesvos Geopark (Griechenland)

Petrified Forest of Lesvos Geopark

Dieses Naturschutzgebiet besteht aus insgesamt fünf geologischen Parklandschaften; eine davon enthält zahlreiche versteinerte Bäume.

Foto: Nickolas Zouros

Geopark Harz-Braunschweiger Land, Ostfalen (Deutschland)

Harz-Brounschweiger LandGeopark

Dieses Naturschutzgebiet liegt im Harz, südöstlich von Hannover. Die Gegend ist bekannt für seltene Gesteine und Felsformationen.

Foto: Heinz-Gerd Röhling

Yuntaishan-Geopark (China)

雲台山

Dieses Bergmassiv ist voller Verwerfungslinien und Nahtstellen, die in alle Richtungen auseinanderlaufen. Mit seinen ungewöhnlichen Felsformationen und malerischen Wasserfällen erinnert es an alte Tuschezeichnungen.

Foto: Akira Oya

About the San’in Kaigan Geopark

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Der San'in Kaigan-Geopark ist der Mittelpunkt des San'in Kaigan-Naturschutzgebiets und zeichnet sich durch seine Geodiversität und vielfältigen Landschaften aus, die noch aus der Zeit der Entstehung des Japanischen Meeres stammen. Diese Naturlandschaft bildet den Hintergrund für das Erleben und Lernen der Geschichte und Kultur dieser Gegend.
Der Geopark ist in jeder Beziehung ein "Freilichtmuseum der lokalen Geologie und des Terrains". Verstreut zwischen den magmatischen Felsformationen und Gesteinsschichten, die sich beim Entstehen des Japanischen Meeres vor 25 Millionen Jahren gebildet haben, warten eine Vielzahl von seltenen Naturgütern auf den Besucher. Ein wesentliches Merkmal der abwechslungsreiche Küsten-Topographie sind die langen Sandstrände und die durch Veränderungen des Meeresspiegels und Bewegungen der Erdkruste geformte Riasküste. Das Gebiet um den Geopark ist seit Urzeiten bewohnt, und der Besucher kann Geschichte und Kultur in Verbindung mit dieser natürlichen Landschaft nacherleben.
Im San'in Kaigan Geopark heben wir diese besonderen Eigenschaften hervor, um im Rahmen eines regionalen Geo-Tourismus Veranstaltungen zu organisieren, welche im Einklang mit dem Schutz des Naturerbes und Belebung der hiesigen Region stehen. Im Dezember 2008 erhielt unser Park vom japanischen Geopark Komitee die Zertifizierung als „Geopark Japans“ und im Oktober 2010 wurde die Mitgliedschaft zum Welt Geopark Netzwerk bestätigt. Alle vier Jahre findet eine Überprüfung des Fortbestandes der Mitgliedschaft statt. Im September 2014 wurde der Park um ein Gebiet im westlichen Teil der Stadt Tottori erweitert und die Zertifizierung des Welt Geopark Netzwerks bestätigt.

Die Tottori-Dünen

[Stadt Tottori, Präfektur Tottori]

 

鳥取砂丘

Die Sanddünen von Tottori sind eine der drei größten Dünen Japans. Der von der Strömung des Sendaigawa-Flusses und der starken Brandung des Japanischen Meeres antransportierte Sand wird vom Wind zu Dünen aufgeweht. Das besondere an diesen Dünen ist, dass sie sich nicht in einem Gebiet mit trockenem sondern mit humidem Klima befinden.

Uradome Kaigan

[Iwami, Stadt Tottori]

 

鳥取県岩美町

Dieser Ria-Küstenstrich ist ein Symbol der Kraft der freien Natur und besteht aus Klippen, Brandungshöhlen, Unterwasser-Aushöhlungen und seltsam geformten Felsen, die vom Meerwasser umspült werden. Das Foto zeigt eine der vielen landschaftlich reizvollen Stellen – Senkan Matsushima – deren Name auf eine Anektdote über einen Feudalherren aus Tottori zurückgeht.

Yoroinosode-Klippen

[Kami, Präfektur Hyogo]

 

兵庫県香美町

Das besondere Merkmal dieser 65 m hohen Klippen ist ein Gesteinsgang aus trachytischem Rhyolit. Die steilen Wände (Neigungswinkel 70°) wurden durch Erosion freigelegt und zeigen eine Vielzahl von säulen- und plattenförmigen Basalt-Klüftungen, die in der Form der Schulterpanzerung eines mittelalterlichen Ritters ähneln.

Genbudo-Höhle

[Stadt Toyooka, Präfektur Hyogo]

 

玄武洞

Diese Basalthöhle entstand durch einen Vulkanausbruch vor ungefähr 1,6 Millionen Jahren.

Professor Motonori Matsuyama bestimmte die Richtung der Basalt-Magnetisierung und bewies damit, dass im 4. Jahrhundert eine geomagnetische Polaritätsumkehr stattgefunden hat (Brunhes/Matsuyama Geomagnetische Umkehr)

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Kumihama-Bucht

Stadt Kyotango, Präfektur Kyoto]

 

久美浜湾

Diese Sandbank bildete sich am Eingang der Bucht, und erstreckt sich von Kazurano bis Minatomiya. Die Sandbank wird "shotenkyo" genannt – "Kleine Himmelsbrücke" – und schließt die Lagune zum Meer hin ab. An der 28 km langen Küste gibt es verschiedene Einrichtungen, wie Campingplätze und Strandbäder, um die Natur genießen zu können.

Geopark-Film ansehen

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Geopark-Film


Länge: 30 Sekunden
WMV-Datei, 7,6 MB


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