Die Tottori-Dünen sind ein Meisterwerk der Natur, geformt von der Brandung des Japanischen Meeres und dem Granitsand, der vom schnell fließenden Sendaigawa-Fluss aus den Chugoku-Bergen zur See geschwemmt und dort abgelagert wurde. Die Rippelmuster dieser sanft geschwungenen Dünen werden durch den Wind immer wieder neu gestaltet.
Der Sand wurde in mehreren Schichten abgelagert: eine dicke Schicht von altem Sand, der auf Granit-Festgestein in 80 m Tiefe ruht, dann mehrere Schichten Vulkan-Asche, die von den Eruptionen des Vulkans Daisen im westlichen Teil von Tottori und aus der Aira-Caldera in der Nähe von Kagoshima in Süd-Kyushu stammen. Den Abschluss bildet eine neu abgelagerte Sandschicht, die den Dünen ihre gegenwärtige Form verleiht.Unter diesen eher unwirtlichen Bedingungen haben die Einwohner nichtsdestotrotz Wege gefunden, Landwirtschaft zu betreiben und lokale Spezialitäten wie zum Beispiel Schalotten anzubauen. Die Dünen spielen ebenfalls bei wegweisenden Forschungen zum Umweltschutz und insbesondere zur Verhinderung und der Umkehr des Desertifikationsprozesses eine wichtige Rolle.

 

*Das auf der Karte eingezeichnete Fukube History Museum wurde in „Sand Dunes Geopark Center“ umbenannt.

Windrippel

Diese Muster bilden sich im Sand bei einer Windgeschwindigkeit von 5 – 6 m/s.

Sandschleier

An sanften Abhängen bewegt sich der Sand nach oben, und wird dann an der höchsten Stelle abgelagert. Nachdem eine gewisse Höhe erreicht ist und der Schüttwinkel überschritten wird, rutscht der Sand wieder den Abhang hinab, wodurch diese Schleiermuster erzeugt werden.

Windtrichter

Bei starkem Wind entstehen in den Dünen große Windtrichter, die von den Einwohnern "suribachi" (d.h. 'Mörser') genannt werden. Diese Windtrichter können bis zu 20 m tief sein und haben steile Wände mit einem Anstieg von bis zu 32°.

Vulkanasche-Aufschlüsse

Zwischen der alten und neuen Sandschicht liegen Schichten aus Vulkanasche, die vom Daisen im Westen Tottoris, von der Aira-Caldera in Kagoshima und der Aso-Caldera in Kumamoto stammen.Die verschiedenen Schichten sind an einer der Klippen hinter dem Souvenirgeschäft am Eingang zu den Tottori-Dünen deutlich zu erkennen.

Umanose-Düne

Der Tottori-Dünenkomplex besteht aus drei großen Dünenreihen, die in Nord-/Südrichtung verlaufen und als Reihe Eins, Zwei und Drei bezeichnet werden, beginnend auf der Nordseite (Meerseite). Die zweite Düne ist unter dem Namen 'Umanose' bekannt (dies bedeutet "Pferderücken") und ist mit ungefähr 47 m die höchste Düne. Auf der Inlandseite befindet sich auf einer Meereshöhe von 19 m eine "Oase", die den Namen 'Chojaganiwa' trägt.

Oase

The troughs between the dunes are called “oasis’s” because ground water percolates to the surface when rain falls on the dunes. Ponds appear from late autumn to early spring. Come summer, the ponds disappear and the spring water produces streams, which become the Shirinashi River and seep into the sandy ground.

Schalottenfelder

Die Fukube-Dünen (ein Teil der Tottori-Dünen) sind Japans produktivstes Anbaugebiet für Schalotten. Die grünen Felder erstrecken sich über 120 Hektar, die sich Ende Oktober, wenn die Zwiebeln in voller Blüte stehen, rot-violett färben. Dieser herrliche Anblick ist ein Beweis für die reichhaltige Vegetation des Dünengebiets.

Mt. Hitotsu-Brandungshöhle

Während der Jomon-Periode vor ungefähr 6000 Jahren lag diese Stelle am Meer, wo durch die Einwirkung der Wellen diese alte Höhle entstand. Nachdem der Meeresspiegel sank, bildeten sich die Neuen Dünen.

Tanegaike-See

Dieser See ist durch Flusswasser entstanden, das durch die alten Dünen aufgestaut wurde. Der Umfang beträgt 3,4 km, bei einer Fläche von 0,23 km2. Die Oberfläche liegt 16 m über dem Meeresspiegel, und mit einer Tiefe von 17,3 m ist dies der tiefste See in der Chugoku-Region. Der Wanderweg entlang des Seeufers bietet einen spektakulären Ausblick auf die Dünen. Einer Legende nach lebte einst eine große Schlange auf dem Seeboden. Tagsüber verwandelte sie sich in eine jungfräuliche Schönheit mit dem Namen "Otane", die für ihre Freundlichkeit und Fürsorge für die Bevölkerung bekannt war. Als Dank errichteten die Einwohner am Nordufer des Sees einen kleinen Schrein für Otane und weihten ihn der Glücksgötting Benzaiten (auch Saraswati genannt).

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