Burgruine von Tottori

鳥取城跡

Diese Burg wurde im Mittelalter erbaut. Von der Sengoku-Periode (Zeit der Bürgerkriege von 1467 – 1568) bis zur Moderne war sie, bekannt unter den Namen Yamana- oder Kikkawa-Burg, das Zentrum von Inaba. Architektonisch interessant ist die Art, wie der steile natürliche Abhang als Schutz vor Angriffen in die Anlage integriert wurde.

Der Hafen von Tottori

鳥取港

Der Hafen von Tottori (früher als Hafen von Karo bekannt) liegt an der Mündung des Sendaigawa-Flusses und dient als Eingangs- und Ausgangspunkt für die Flussschifffahrt. Dieser Hafen war früher eine wichtige Anlaufstelle für den Schiffsverkehr zu anderen japanischen Inseln. Er wird auch heute noch stark frequentiert und ist in eine Gewerbe-, Fischerei- und eine Privatverkehr-Zone unterteilt.

Amedaki-Wasserfall

雨滝

Verborgen im dichten Primärwald bieten diese Wasserfälle das ganze Jahr über einen herrlichen Anblick. Im Sommer ist es der perfekte Ort, der drückenden Hitze zu entfliehen; im Frühjahr ist es das frische Grün und im Herbst das Farbenspiel der Laubfärbung, die den Besucher anlocken. 100 m flussabwärts vom Amedaki-Wasserfall ist der 20 m hohe Nunobiki-Wasserfall. Ein 800 m langer Wanderweg führt zu den zweistufigen Kaskaden des Hakodai-Wasserfalls. Flussaufwärts sind weitere Wasserfälle zu sehen, einige davon befinden sich ganz in der Nähe des Chugoku-Naturwanderwegs.

Waji

上地

Der 1309 m hohe Berg Ogino entstand durch vulkanische Aktivitäten. Die bei den Ausbrüchen austretende Lava bewegte sich in drei Richtungen – nach Norden, Nordwesten und Süden – und begrub unter sich die vorher bestehenden Täler, so dass mehrere Hochebenen, wie zum Beispiel das Kawaidani-Plateau, entstanden. Waji, am Fuß des Ogino gelegen, war vor 17 Millionen Jahren noch Meeresgrund. Die hier gefundene Fossilien einer speziellen Muschelart lassen darauf schließen, dass das Meer hier sehr tief gewesen sein muss. Der weiche Meeresboden, der die Fossilien enthielt, wurde zu Felsen und dann im Laufe von Jahrmillionen nach oben und über die Wasseroberfläche gedrückt. Diese besondere Gesteinsschicht wird als Fuganji-Schlammstein des mittleren Miozäns der Tottori-Gruppe bezeichnet. Ein ähnlicher Schlammstein, der Myricaceae-Fossilien enthält und anhand derer diese Epoche identifiziert werden konnte, wurde in der Nähe des Fungan-ji-Tempels in Jikkoku (Gemeinde Kokufu), nachdem diese Gesteinsschicht benannt wurde, gefunden. Eine wunderschöne Wanderung durch diese Wälder bietet viele interessante Gelegenheiten, den Meeresboden der Urzeit zu erkunden.

Shikano- und Yoshioka-Verwerfung

鹿野・吉岡断層

Nicht weit südlich des Yoshioka Onsen ist die Yoshioka-Verwerfung sichtbar, die entlang des unteren Bergrands verläuft. Diese Bruchlinie hinterließ Spuren an der Oberfläche, als im Jahre 1943 das Tottori-Erdbeben die Stadt zerstörte. Hinweise auf die Shikano-Bruchlinie, die im gleichen Erdbeben an die Oberfläche trat, liefern die verschobenen Bewässerungskanäle und schiefen Steinmauern, die heute noch zu sehen sind.

Strudelloch in Iwastubo

Der Fluss Sunami ist ein Nebenfluss des Sendai und sein Quellgebiet wird im Iwatsubo Schrein verehrt. Daneben befindet sich ein Gebirgsbach mit einem kleinen Wasserfall. Dessen Wasser wusch den Felsen (jap. „Iwa“) soweit aus, dass dieser die Form eines großen Steinguttopfs (jap. „Tsubo“) annahm, weshalb diese Region Iwatsubo genannt wird. Dieser „Steinguttopf“ wird als Strudelloch bezeichnet und das hereinströmende Wasser konzentrierte sich in den Rissen der Felsschicht, was zur Entstehung von Vertiefungen führte. In diesen Vertiefungen wurden Steinchen durch den Strudel in eine Drehbewegung versetzt, wodurch diese den Fels langsam abschliffen und somit nach und nach das rundliche Loch vergrößerten.

Azo Waldpark

Der Azo Waldpark befindet sich auf halber Höhe des Berges Takayama (1050m Höhe, größter Berg in der Stadt Tottori) und bietet ein 360-Grad-Panorama auf die reichhaltige Natur. Er bietet Jung und Alt u.a. in Form von Holzbasteleien, Camping oder Spaziergängen in der näheren Umgebung zahlreiche Möglichkeiten mit der Natur in Berührung zu kommen und diese während aller Jahreszeiten zu genießen. Der Anblick des Wolkenmeers wie auch des Sternenhimmels sind weitere Highlights.

Nagaobana

Eine Landzunge gelegen in der Grenzregion von Aoya-cho und Ketaka-cho, beides Gebiete der Stadt Tottori. In der näheren Umgebung existieren zahlreiche weitläufige Plateaulandformen, welche durch Magma geformt wurden, welches bei vulkanischen Aktivitäten in das Japanische Meer floss. Bei Nagaobana an der Spitze der Landzunge erstreckt sich eine Klippe, welche durch die Erosion des rauen Wellengangs des Japanischen Meeres geformt wurde (Meereserosionsklippe), und bildet damit eine grandiose Szene. Außerdem ist das gesamte Gebiet um die Landzunge mit einem großen Fischreichtum gesegnet und damit ein Anziehungspunkt für Angler.

Uomidai

Uomidai befindet sich auf der Plateaulandform, welche Nagaobana bildet. Von dieser natürlich entstandenen Hochebene aus kann die gesamte malerische Szenerie der Inaba Region überblickt werden, von den Tottori Dünen und der Hakuto Küste, bis zur Tajima Küste in der Ferne. In früheren Zeiten, als große Sardinenschwärme sich der Region näherten, beobachteten die Fischer von hier aus die Wetterlage und wachten über die herannahenden Fische. Wenn sie Fischschwärme sichteten, wehten sie mit einer an einem Bambusrohr befestigten weißen Fahne, um den Booten die Position der Fische mitzuteilen, weshalb diese Hochebene den Namen Uomidai („Fischbeobachtungsplateau“) erhielt.

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