Der See, eigentlich eine Lagune, entstand nachdem die wachsenden Sandbänke den Zugang zum Meer versperrten. Er hat einen Umfang von 16 km und eine Fläche von 6,7 km2 und ist durchschnittlich 3 m tief. Er besitzt fünf Inseln und wird durch sechs Flüsse gespeist. Der See wird auf japanisch als Teich („ike“) bezeichnet und ist auf diese Weise Japans größter „Teich“.

Koyama-Dünen

Diese Dünen befinden sich ein kurzes Stück westlich der Mündung des Sendaigawa-Flusses und sind mit 15 m Höhe die niedrigsten der Tottori-Dünen. Vor langer Zeit grub jede Familie einen Brunnen in ihren Feldern, und die mühsame Arbeit, das Wasser über die Dünen zu den "Küchen von Tottori" zu schleppen, blieb den Frauen überlassen. In der Nähe von Karo sind immer noch Hügel mit einer Höhe von 30 m zu sehen, doch stehen diese auf felsigem Untergrund.

 Der reiche Mann von Koyama

Vor langer Zeit lebte in Takakusanokoori ein reicher Gutsherr mit dem Namen Akasaka no Choja. Es war üblich, dass die gesamte Dorfbevölkerung an einem Tag seine Reisfelder bepflanzen musste. Eines Tages wurde es aber schon Abend, bevor alle Setzlinge gepflanzt waren. Der besorgte Choja ließ sich seinen goldenen Fächer bringen und befahl der Sonne, die bereits am Untergehen war: "Komme für eine Stunde zurück!" Wundersamerweise kehrte die Sonne wieder zurück, und die Bauern konnten die Reisfelder noch am selben Tag fertig bepflanzen. Als am nächsten Tag die Sonne aufging, waren aber keine Reisfelder mehr zu sehen: so weit das Auge reichte, hatten sich die Felder in einen großen See verwandelt. Im Dorf verbreitete sich das Gerücht, "dass die Reisfelder als Strafe in einen See verwandelt wurden, weil der Gutsherr die Sonne umkehren ließ." Dieser See ist der heutige Koyamaike-See.


Koyamaike-SeeHerrliche Landschaft am Koyamaike-See